Abschied nach über 50 Jahren in Eidelstedt

30.03.2014

An diesem Sonntag Vormittag war aus dem Bezirk HH-Ost der dort zuständige Bezirksälteste in unserer Gemeinde eingeteilt.

In diesem Gottesdienst hieß es aber leider von einem unserer Priester Abschied zu nehmen, da dieser aus beruflichen und privaten Gründen in den Bereich Soltau verzieht.
Nach über 50 Jahren Gemeindezugehörigkeit war dies für alle ein sehr bewegender Moment, da der Abschied niemanden leicht fiel.
Unser Priester hatte selbst auch noch die Möglichkeit in seinem Mitdienen persönliche Worte an die versammelte Gemeinde zu richten.

Als Abschiedsgeschenk erhielt unser Priester ein schönes Buch, mit dem Titel: Eidelstedt, wie hast du dich verändert.
Hierbei handelt es sich um ein Buch, in dem die Veränderungen des Stadtteils in Bildern eindrucksvoll dargestellt ist.

Damit nach dem Gottesdienst die Gottesdienstbesucher noch persönlich Kontakt mit unserem Priester haben konnten, war ein Brunch in unserem Mehrzweckraum vorbereitet.

Einige Zeit vor dem Gottesdienst wurde mit unserem Priester ein Interview geführt, welches wir hier auszugsweise veröffentlichen:

Was hat dir in Eidelstedt am besten gefallen?

Kaffee und Kuchen bei den Senioren. ;-)

Die Nähe meiner Geschwister in Situationen, wo es mir wirklich nicht gut ging!

Was waren deine bewegendsten Ereignisse?

Die Taufe von meinen Sohn, die Trauerfeiern meiner Eltern, aber auch ebenso die von Birgit B. und Roman I.

Fünfzig Jahre waren bewegend und berührend. Bewegend war auch das Gebet von unserem Vorsteher Bruno K., er bat den lieben Gott um Bewahrung unserer Kirche in der Sylvesternacht – bis dahin waren regelmäßig einige Fensterscheiben unserer Kirche kaputt – seit Sylvester 1972 blieb unsere Kirche heil ......

Was gibst du der Gemeinde Eidelstedt mit?

Ich gebe nichts mit, ich nehme mit!!!:

Je schöner und voller die Erinnerung,
desto schwerer ist die Trennung.
Aber die Dankbarkeit verwandelt die Qual
der Erinnerung in eine stille Freude.
Man trägt das vergangene Schöne nicht wie einen Stachel,
sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.
(Dietrich Bonhoeffer)

Welche Gottesmänner haben dich in Eidelstedt am meisten geprägt?

Franz-Robert T. (er war der erste, der mir das Du angeboten hat)

Meine Vorsteher: Bruno K. und Helmut und Siegmund F. und natürlich auch Lars H.

Auch Birgit B. in ihrer Glaubenszuversicht.

Bertha L., für die ich als junger Jugendlicher Kohlen aus dem Keller geholt habe. Das waren Zeiten..........

Aber auch Hanni B., die ich auch sehr eng betreuen durfte.

Meine Priester Hermann B. und Rolf Fr.

Ach da sind noch ganz viele zu nennen, so viele Seiten habt ihr nicht!

Was begeistert an der Gemeinde Eidelstedt 2014?

Dass die Gemeinde immer mehr zusammenwächst. Das wir so viele schöne, gute und nette Geschwister haben!

Woran macht sich das Zusammenwachsen fest?

Am Kennenlernen und gemeinsamen Reden. Ich war oft erstaunt was so alles in unseren Geschwistern schönes schlummert! Das Wichtigste für mich ist, das man miteinander redet.

Was erwartest du von deiner Zukunft in Soltau?

Die gleiche Arbeit in anderer Umgebung mit anderen Geschwistern, was sonst ;-)

Wirst du auf Sicht gesehen nach Hannover ziehen?

Geplant ist das.

Kannst du von deiner Wohnung aus die Lüneburger Heide sehen?

Wald und Wiese.

Wirst du Hamburg vermissen?

Vermutlich. Ganz sicher sogar!

Worauf freust du dich am meisten?

Kein Stau vor dem Elbtunnel. Naher Arbeitsweg (nur noch 16 Minuten statt 35-60 Minuten, wenn es denn gut läuft), also auch irgendwie mehr Lebensqualität!

Was findest du schade?

Das ich den nächsten Vorsteher nicht aktiv miterleben werde.

Welche Gedanken hast du zu unserem Hirten?

Ein Mann in der Not zur richtigen Stunde am richtigen Ort. Geprägt durch seine Gelassenheit, sein Engagement und seinen Einsatz in der Seelsorge. Ein echtes Vorbild!

Was möchtest du den Eidelstedtern zum Schluss noch mitgeben?

Vielen Dank das ihr mich mochtet, obwohl ihr mich gekannt habt!!!

Betet bitte auch weiterhin für mich, darauf möchte ich nicht verzichten!